Wir, das bin ich und mein guter Freund und Reisebegleiter Matze, haben uns kurzerhand entschlossen für unsere Daheimgebliebenen diesen Blog einzurichten. Wir werden versuchen euch auf dem Laufenden zu halten - natürlich in Abhängigkeit der Internetverbindung.

Achja - wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten

Arbeitstitel:

Neuseeland aus Sicht eines Nichtreiseführerschreibers

DSGVO

Dieser Blog ist samt seiner Unterseiten und Verlinkungen auf die einzelnen Reiseberichte rein privat.
Diese unterliegen nach Art.2 Abs.2c nicht den Bestimmungen der DSGVO.

Samstag, 19. Februar 2011

Anhang

Straßenverkehr:
·         als erstes herrscht hier Linksverkehr
·         Kreisverkehre werden dementsprechend auch in Uhrzeigersinn umfahren.
·         Ampeln sind vor und hinter der Kreuzung vorhanden (nicht mal so dumm, sieht man besser, wenn man als erster steht)
·         Und jetzt wird´s kompliziert hat auch ´ne kleine Weile gedauert, eh wir das mitbekommen haben. Wenn ihr auf der Hauptstraße rechtsabbiegen wollt und euch ein Wagen entgegenkommt der links abbiegen will (zu Erinnerung Linksverkehr), dann habt ihr an der Stelle Vorfahrt, bzw. im umgekehrten Falle müsst ihr dann warten.
Aber Vorsicht, die Kiwi´s halten sich aber auch nicht immer dran!
·         Innerorts gelten 50 km/h – so etwas wie ein damit verbindliches Ortsein- /-ausgangsschild gibt es nicht – die Geschw. wird separat ausgewiesen
·         Auf den Straßen Außerorts gelten, wenn nicht anderes angegeben, 100km/h Höchstgeschwindigkeit, d.h. aber nicht dass ihr damit um die nächste Kurve kommt, dafür gibt es so kleine gelbe Hinweisschilder vor den entsprechenden Kurven, die eine empfohlene Richtgeschwindigkeit angeben.
·         Geschw. begrenzt wird selten, meist nur bei Baustellen.
·         Auch wenn die Autos hier jedes Jahr zum „TÜV“ müssen, heißt das noch lange nicht, dass diese, entsprechend deutschen Vorstellungen, verkehrssicher sind. 

Geld :
·         Kreditkarte ist Zahlungsmittel Nr.1 – es wird alles damit gezahlt selbst der 5$ Burger bei McD – Bargeld geht auch (nur manchmal gucken die Verkäufer etwas verdutzt – so nach dem Motto: Eh, was das denn? Da zahlt noch einer bar. Aus welchem Entwicklungsland kommt der denn?)
·         Geldautomaten gibt es aber auch in jeder größeren Ortschaft.
Sprache:
·       euer Oxford – Schulenglisch könnt ihr hier vergessen, die nuscheln hier wie die Bekloppten – Tipp: einfach mitnuscheln – Kaugummi hilft – wenn ihr dann immer noch nichts versteht  – denkt an die erste brasilianische Regel – Daumen hoch und lächeln 
 
Internet
·       Der Internetzugang ist prinzipiell in jeder größeren Ortschaft möglich, allerdings verfügt nicht jedes Motel über WIFI. Wenn doch dann will es das meist extra vergütet haben. Ansonsten ist auch in fast jedem Ort ein Internetcafe zu finden.
·       Auf der Nordinsel war Internet etwas einfacher und günstiger zu bekommen, da es dichter besiedelt ist. Standart 10$/24h
·       Die Südinsel dagegen, recht dürftig ausgebaut und wenn dann wie schon gesagt teurer. Staffelpreise ca. 6$/h – 12$/5h
·       Die Cafe-Kette Esquires gibt beim Kauf eines Kaffee´s eine Stunde Internetzugang dazu.
·        McDonalds bietet einen kostenfreien Zugang für eine halbe Stunde – allerdings nur beschränkter Zugang, d.h. die Ports über die u.a. Outlook die Emails abruft sind geblockt.
·       Einige Hotels/Motels bieten ihren Gästen auch free WIFI mit 20/50 MB an

gefährliche Tiere:
·         wirklich gefährliche Tiere sind uns hier nicht über den Weg gelaufen. Dafür eher lästige Zeitgenossen und zwar Sandflies. Diese sind im Aussehen ähnlich unseren Obstfliegen, nur dem Unterschied dass die Biester wie blöde stechen. Und das Jucken hält sich gut 2-3 Tage. Besonders auf der Südinsel in den Berg- und Fjordregionen ist daher lange Kleidung empfehlenswert – besonders tagsüber sind die kleinen Mistviecher aktiv.

Kleidung:
·         Auch wenn ihr im Sommer Jan –Mar nach Neuseeland fahrt, solltet ihr ein paar warme Klamotten mit einpacken, da es hier (grad im Süden) am Abend doch etwas frisch werden kann.
·         Was ihr auf keinen Fall vergessen solltet, ist eine Regenjacke – ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit ´ne Dusche abbekommen.

Essen:
Nach unserer Erfahrung unterscheidet sich die Esskultur - wir nennen es mal so - doch ein klein wenig von der unsrigen.
·         Diverse Bars und Restaurants auch in den größeren Städten machen bereits zwischen 5 und 6 Uhr dicht.
·         Restaurants und Bars, die dann noch offen haben, sind nicht ganz so günstig. Mains liegen je nach Stadt zwischen 25 und 40 $
·         Das Menüangebot entspricht im Lande einem Standart.
Ø Chicken irgendwas,
Ø Lamb shanks – u.a. auch mit Pfefferminzsauce
Ø Fish of the Day – Hinweis: bei 99% der Fischgerichte folgte der Fisch (auch wenn Frisch dasteht) gleich den Pommes (fries oder chips) durch das heiße Frittierfettbad –-> e voilá - fish and chips – in Restaurants mit dem Begriff „battered“ (freie Übersetzung: mißhandelt) zu erkennen
Ø Angus beef oder sirlion
Ø Irgendwas Vegetarisches
Ø Seafood mit Muschel, Pilzen, Krabben
·         Takeway gibt es in alles Geschmackrichtungen von Thai, Indisch, Chinesisch, Türkisch, Pizza Pasta, bis natürlich McD, Subway und Co.
·         Alternativen: selber kochen – die meisten Motels, Backpacker und Campingparks bieten hierfür Gelegenheit

Schlusswort

Damit endet mein kleines Reisetagebuch und ich hoffe, es hat euch erstens gut unterhalten und  zweitens ein wenig Lust gemacht, selbst in Neuseeland auf Tour zu gehen. Dazu habe ich im Anhang noch einige Hinweise, die, wie ich denke, nicht uninteressant sind.
Und so würde ich mich über ein Feedback freuen, entweder per meinVZ, mail, persönlich oder auch über meinen Co-Autor Matze.

In diesem Sinne

Hei konei ra                                                

        iwi

Fazit

Wer in Neuseeland hier große kulturelle Errungenschaften der letzten Jahrhunderte und groß Sightseeing in den Städten erwartet, wird sicherlich etwas enttäuscht werden.
Jede größere Stadt (in der wir waren) besteht aus eine in Schachbrettform zusammengestutzten Innenstadt, wo sich alles, was die Stadt hergibt, finden lässt – Town Hall und oder Parlamentsgebäude, Denkmal von irgendeinem wichtigen Menschen, alte Bankgebäude, einige Bauten aus der Kolonialzeit (einige Ausnahmen)  Botanischer Garten bzw. Park  und dann die Mainstreet mit Läden und gastronomische Einrichtungen, in welcher Form auch immer. In einigen Städten, wie Auckland oder Wellington, kommt dann noch das Hafenviertel hinzu, wo dann auch abends immer noch was los ist.
In den äußeren Bezirken findet man dann die Wohnviertel mit den typisch amerikanisch, bungalowartig, meist eingeschossigen Häusern.

Was Neuseeland dagegen zu bieten hat, ist Landschaft, Natur und Abenteuer.
Trips mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß, eben alles für den Aktivurlaub. Urwüchsige Natur begleitet den Tourer angefangen von Bergen, Vulkanen, heißen Quellen, Seen, Flüssen, Regenwald bis hin zu Strand und Mee(h)r.
Auch die Fun Generation kommt beim Skydiving, Paragliding, Jetboatfahren, Downhillbiking, Bungee, u.v.m. auf ihre Kosten.

Uns jedenfalls hat es jedenfalls einen Heidenspass gemacht dieVielfältigkeit dieser Natur und dieses Landes kennenzulernen.

Magnum around the world

Achja, das hatte ich fast vergessen. Mit ein wichtiger Punkt, der hier nicht unerwähnt bleiben darf. Vor 2 Jahren habe ich in Australien mein Lieblingsmagnum gefunden und hier gibt’s das auch - Magnum Minze, und das gibt´s nur hier in Raum  Australien und Neuseeland, jedenfalls nach meiner Recherche.
Falls das jemand von Langnese (die heißen hier Streets) hier lesen sollte:

WARUM GIBT´S DAS NICHT IN DEUTSCHLAND?

Wie wäre es denn mal mit einer Sonderaktion: Magnum around the world

Sorry aber das musste einfach mal raus.

Freitag, 18. Februar 2011

Fr 18.02. Bangkok – Dubai – Frankfurt - Bitterfeld

Abflug Bangkok nach Dubai – Flugzeit 6 ½ h – Aufenthalt 2 ½ h – diesmal beim Gewinnspiel Bentley Continental Silver Spur
Das Babyorchester, welches wir bis Bangkok hatten war jetzt entweder in 3facher Ausfertigung in Dolby Surround oder im Schichtsystem erhältlich.

8:40 Uhr Dubai – Frankfurt – Verspätung ca. 40 min in Dubai (Beschädigter Frachtcontainer) – Flugzeit 6 ½ h – und diesmal Ruhe vor den kleinen lärmenden Monstern – bitte entschuldigt diese Ausdrucksweise aber nach 18h Flug mit dieser Geräuschkulisse.
Aufgrund der verspäteten Ankunft in Frankfurt nochmal Hektik bei Passkontrolle, Gepäckabholung und Zoll um unseren Zug noch zu erwischen – hat aber alles noch geklappt.
20 Uhr dann endlich zu Hause, nach 39 h und davon 24 h im Flugzeug und genauso sehen wir auch aus – wie ein totes Opossum - ich werde mich erst einmal ins Bettchen hauen - Nacht

Donnerstag, 17. Februar 2011

Do 17.02. Christchurch – Sydney - Bangkok


Erstmal war heute ausschlafen angesagt. Der Morgen begann sehr entspannt, da wir noch massig Zeit hatten, bevor unser Flieger ging. Halb 10 Uhr ausgecheckt und das Gepäck an der Rezeption geparkt. Dann zu Starbucks frühstücken. So war die Zeit natürlich nicht rumzukriegen, und so gingen wir noch einmal eine Runde zum Hagley Park. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen Glockenturm, gestiftet zum diamantenen Jubiläum der Queen oder so. An den Hagley Park schließt sich gleich der Botanische Garten, in dem wir am Vortag schon rumirrten. Wir versuchten dann nochmals das Bonsaihaus zu finden, welches wir am Vortag schon vergeblich gesucht hatten. Mal sehen, ob wir es diesmal finden und tatsächlich entdeckten wir es – der Wegweiser war so klein wie die Bonsai selbst. Und das Haus auch nicht viel größer – wozu auch bei den kleinen Bäumen.
Am Eingang des Botanischen Gartens befand sich das Canterbury Museum. OK – hatten wir gestern auch schon von außen gesehen, wollten aber irgendwie nicht rein. Und das war auch gut so, denn so hatten wir heute noch was um die Zeit rumzukriegen. Der  Eintritt war frei, also rein. Und es war eine doch recht interessante Ausstellung über die Geschichte und Entwicklung des Landes, der Maori, der ersten Siedler, wie sie lebten, von der Kleidung bis zum Transportwesen.
Kurz nach 1 Uhr sind wir dann über die Straße zum Treffpunkt für unsere Shuttle zum Flug. Die Pass- und Gepäckkontrolle ging sehr schnell (zusammen 5 min) – Aussage unserer Shuttlebusfahrers: „…die wissen nicht mal, wie ein Terrorist aussieht.“

Die Rückreise will ich hier nur der Vollständigkeit nur kurz ausführen
Fluglinie Emirates:
17:00 Uhr Abflug von Christchurch nach Syndey – Flug rund 2 ½ h dann knapp 1 ½ Aufenthalt  
19:50 Uhr Ortszeit Abflug nach Bangkok – Flugzeit rund 8 ½ h – 1 ½ h Aufenthalt
Das Schöne an beiden Etappen war das permanente Baby/Kindergeschrei - erst in Mono dann in Stereo.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Mi 16.02. Christchurch


Nach der morgentlichen Aufregung über den Verbleib der Fahrzeugmietpapiere, die sich dann wieder anfanden, sind wir erst mal zum Frühstück zu Starbucks um die Ecke. Dann zum Flughafen, wo wir um 10 Uhr den Wagen abgeben mussten. Mit etwas Wehmut ließen wir unseren Nissan zurück, der uns rund 6200 km durch Neuseeland begleitet hat. Für die Rücktour in die Stadt hatten wir einen Shuttlebus bestellt. Mal testen, ob wir den auch für Morgen nutzen können, wenn wir zum Flughafen müssen. Nicht, dass es uns wie in Sydney gegangen wäre, und wir ´ne unfreiwillige Stadtrundfahr bekommen hätten, weil der Shuttlebusfahrer 1 ½ h alle Hotels der Innenstadt abgeklappert hätte, um seine Hütte voll zu bekommen. Dem war aber nicht so. Dieser Shuttle fuhr nur eine Tour, von einer Haltestelle im Zentrum, nur 2 min weg von unserem Hotel, bis zum Airport und zurück – perfekt. So buchten wir gleich für Morgen nachmittag. Gegen 11 Uhr waren wir zurück, dann in den Botanischen Garten. Dort toben wir so eine gute Stunde rum, bis wir keine Lust mehr hatten. Die Anstrengungen der letzten Wochen forderten nun doch ihren Tribut und wir beschlossen uns auf dem Markt die Zeit zu vertreiben, dort war schließlich immer was los. Gegen 1 Uhr kam dann noch der örtliche Wanderprediger "The Wizzard", anscheinend ein lebende Institution Christchurchs. Ein ehemaliger Soziologieprofessor, der sich auf dem Cathedral Square in einer Art Speakers Corner über irgendwelche Dinge ausließ – jedenfalls sah der Kollege aus, wie aus einem Harry Potter Film entsprungen - ich hab aber nicht verstanden worum es ging, zumindest hatte er ein doch recht großes Publikum.
Den restlichen Nachmittag vergammelten wir einfach so. Irgendwann verliefen wir uns zur Christchurch Art Gallery. Da wir eh nichts Besseres vorhatten, gingen wir mal rein, um zu schauen wie sich Kunst in Neuseeland so anguckt. Das Foyer war mit einigen Spielereien, wie sich drehenden, elektrischen Entladungsstäben, dekoriert. In den Ausstellungsräumen war dann die Kunst an sich. Es waren Werke mit Portäts von alten Maori- Stammesführern oder Adligen des vorletzten Jahrhunderts oder auch Landschaftszeichnungen.
Dann kamen die Werke, deren Inhalte mir völlig unerschlossen blieben, wie ein Unifarbenes blaues Bild mit blauem Rechteck in leichter Tönung. Keine Ahnung was der Künstler damit sagen wollte. Matze ging es übrigens ebenso. Wahrscheinlich fehlt uns da der Tiefblick.  
Dann ging es ans Tasche packen. Da wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen hatten, schlugen wir die Zeit noch etwas – ich mit Tagebuch schreiben und Matze mit Lesen des Telefonbuches (Egoblättern) – hm, hatte zwar kaum Handlung, war aber dafür hochkarätig besetzt – in den Hauptrollen Wilson, Wilson und Wilson - scheint hier der Standardname zu sein.
Den Abend verbrachten wir im Außengehege des Irish Pub bei nun doch recht kühlen Temperaturen.


 Christchurch - Schäden vom Erdbeben Sept. 2010

Botanischer Garten


Botanischer Garten - Fasanenbrunnen

Botanischer Garten

Botanischer Garten

The Art Centre of Christchurch

The Wizzard



hm... Mainz???