Nach der morgentlichen Aufregung über den Verbleib der Fahrzeugmietpapiere, die sich dann wieder anfanden, sind wir erst mal zum Frühstück zu Starbucks um die Ecke. Dann zum Flughafen, wo wir um 10 Uhr den Wagen abgeben mussten. Mit etwas Wehmut ließen wir unseren Nissan zurück, der uns rund 6200 km durch Neuseeland begleitet hat. Für die Rücktour in die Stadt hatten wir einen Shuttlebus bestellt. Mal testen, ob wir den auch für Morgen nutzen können, wenn wir zum Flughafen müssen. Nicht, dass es uns wie in Sydney gegangen wäre, und wir ´ne unfreiwillige Stadtrundfahr bekommen hätten, weil der Shuttlebusfahrer 1 ½ h alle Hotels der Innenstadt abgeklappert hätte, um seine Hütte voll zu bekommen. Dem war aber nicht so. Dieser Shuttle fuhr nur eine Tour, von einer Haltestelle im Zentrum, nur 2 min weg von unserem Hotel, bis zum Airport und zurück – perfekt. So buchten wir gleich für Morgen nachmittag. Gegen 11 Uhr waren wir zurück, dann in den Botanischen Garten. Dort toben wir so eine gute Stunde rum, bis wir keine Lust mehr hatten. Die Anstrengungen der letzten Wochen forderten nun doch ihren Tribut und wir beschlossen uns auf dem Markt die Zeit zu vertreiben, dort war schließlich immer was los. Gegen 1 Uhr kam dann noch der örtliche Wanderprediger "The Wizzard", anscheinend ein lebende Institution Christchurchs. Ein ehemaliger Soziologieprofessor, der sich auf dem Cathedral Square in einer Art Speakers Corner über irgendwelche Dinge ausließ – jedenfalls sah der Kollege aus, wie aus einem Harry Potter Film entsprungen - ich hab aber nicht verstanden worum es ging, zumindest hatte er ein doch recht großes Publikum.
Den restlichen Nachmittag vergammelten wir einfach so. Irgendwann verliefen wir uns zur Christchurch Art Gallery. Da wir eh nichts Besseres vorhatten, gingen wir mal rein, um zu schauen wie sich Kunst in Neuseeland so anguckt. Das Foyer war mit einigen Spielereien, wie sich drehenden, elektrischen Entladungsstäben, dekoriert. In den Ausstellungsräumen war dann die Kunst an sich. Es waren Werke mit Portäts von alten Maori- Stammesführern oder Adligen des vorletzten Jahrhunderts oder auch Landschaftszeichnungen.
Dann kamen die Werke, deren Inhalte mir völlig unerschlossen blieben, wie ein Unifarbenes blaues Bild mit blauem Rechteck in leichter Tönung. Keine Ahnung was der Künstler damit sagen wollte. Matze ging es übrigens ebenso. Wahrscheinlich fehlt uns da der Tiefblick.
Nun ist eure Zeit also schon wieder vorbei... Aber nicht traurig sein, zu Hause ist doch auch immer was los! Zumindest werden hier nicht um 18 Uhr alle Bordsteinkanten hochgeklappt ;-)! Freuen uns, wenn ihr wieder da seid!
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