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Neuseeland aus Sicht eines Nichtreiseführerschreibers

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Dienstag, 25. Januar 2011

Di 25.01. Turangi - Stratford

Der Tag begann sehr früh, um 6 Uhr klingelte der Wecker. Fix frühstücken und los, denn wir hatten volles Programm. Den durch das Wetter „gewonnenen“ Tag wollten wir für eine kleine Bergtour und die Fahrt über den Forgotten World Highway nutzen.
Das Central Plateau, wo wir uns gerade befanden, ist überzogen von zahlreichen Vulkanen. Mt. Ruapehu ist mit 2797 m, der größte aktive Vulkan Neuseelands und genau den hatten wir uns für die kleine Bergtour ausgesucht. Natürlich wurden diverse geführte Tekkingtouren angeboten, und vollständigkeitshalber informierten wir uns im Visitor Center (Touren auf den Berg und drum herum durch den ganzen Nationalpark mit und ohne Fahrrad), entschieden uns dann aber doch den Vulkan auf eigene Faust zu erobern. Ziel war der Crater Lake auf dem Gipfel. Das Wetter war sonnig und klare  Sicht. Der erste Teil führte mit dem Auto zur Talstation, dann noch ein Stück mit dem Lift und dann ging es zu Fuß weiter. Wir waren die ersten die an diesem Morgen unterwegs waren. Nach uns waren noch 2 trekkingwillige Duo´s unterwegs. Der Weg war, wie Xavier Naidoo schon sang, steinig und schwer. Anfangs war er zwar ausgeschildert, wurde deswegen aber nicht leichter und die Markierungen hörten auch ziemlich bald auf. Felsbrocken und loser Asche- und Geröllgrund machten den Aufstieg, teilweise auf allen Vieren, zum Abenteuer.  Auf halber Strecke  zogen Wolken unter uns auf, und wir überlegen umzukehren. Unsere Verfolger verloren wir auch aus den Augen. Aber den ganzen Weg umsonst?! Wir entschieden uns noch einen kleinen Blick hinter die nächste Kuppe zu riskieren. Dann klarte die Sicht wieder auf und wir setzten unseren Aufstieg fort. Dann endlich nach ca. 3 h steil bergauf am Ziel, am Rande des Kraters und in der Mitte der Crater Lake. Die Aussicht war fantastisch, ein Postkartenpanorama. Nach einer kurzen Pause mit Sonne im Gemüt und vollgepumpt mit Glückshormonen dann der Abstieg. Dieser ging teils relativ flott, nur an den felsigen Abschnitten müssten wir wieder mit Vorsicht agieren, teilweise war der Abhang doch recht nahe und dann hätten wir den direkten Weg nach unten genommen. Unterwegs zogen wieder Wolken auf, die uns die Sicht etwas erschwerte. Aber als wir dann wieder die Markierungen sahen, wussten wir, wir waren auf dem richtigen Weg. Es kamen uns auch weitere Wander- und Kletterfreunde entgegen, von denen allerdings keiner so aussah, als ob sie den Gipfel jemals erreichten würden oder wollten. Den Markierungen weiter folgend kamen wir allmählich in Stutzen, den Weg, den wir vorher nach oben genommen hatten, sah jetzt so völlig anders aus. Im weiteren Verlauf entdeckten wir, dass wir einen etwas anderen Weg nach oben genommen hatten, der dann doch etwas anspruchsvoller war, als die ausgewiesene Route - aber egal, das Ziel war erreicht.
Eine kurze Erholungspause auf dem Parkplatz gönnten wir uns noch bevor es weiterging – zum Forgotten World Highway. Der Highway führt von Taumarunui nach Stratford über Serpeninen hoch und runter durch dichten Urwald auf Schotterpisten, durch Tunnel und auf Passhöhen, so kurvenreich, dass man teilweise nur Schrittgeschwindigkeit fahren konnte, vorbei an auf der Straße rumlungernden Schafen und Rindern. Und das Highlight auf dieser knapp 160km langen Strecke ist das einzige Dorf – Whangamomona.
(Wer diese Namen schon schwierig zu lesen findet, dann lest mal den hier: Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu – den gibt es wirklich hier).

Angekommen in Stratford machten wir uns, wie gehabt, auf die Suche nach einer Unterkunft – welche sich diesmal als nicht so einfach herausstellte, da viele schon belegt waren. Wir fanden dann doch ein Motel im Nachbarort Ngaere  – und was für eins – mit Ausblick auf den Mt. Taranaki – einem der schönsten Vulkane.
Das restliche Abendprogamm ist bekannt – außer … dem Alkohol - zu fertig, wir werden nach dem Programm auch so gut schlafen.




Tongariro Nationalpark im Hintergrund Mt. Ruapehu

Mt. Ruapehu - Aufstieg



Mt. Ruapehu - Aufstieg - Blick über die Wolken

Mt. Ruapehu - der Gipfel

Mt. Ruapehu - die Gipfelstürmer



ForgottenWorld Highway - die ham sogar die Viecher vergessen







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