Wir, das bin ich und mein guter Freund und Reisebegleiter Matze, haben uns kurzerhand entschlossen für unsere Daheimgebliebenen diesen Blog einzurichten. Wir werden versuchen euch auf dem Laufenden zu halten - natürlich in Abhängigkeit der Internetverbindung.

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Montag, 31. Januar 2011

Mo 31.01. Westport – Franz Josef

Das Wetter in Westport überraschte uns – na – natürlich mit Regen und Wind – tolle Kombination, kannten wir noch gar nicht (Ironie off).
Aber heute sollte ja eh mehr oder weniger ein Reisetag werden. In der Nähe südlich von Westport sollte eine Robbenkolonie ansässig sein. Auf dem Parkplatz herrschte, bis auf einen Camper, gähnende Leere. Nur ein etwas eigenartiger, scheinbar flugunfähiger Vogel zeigte sich, und trat, als er dann mich sah, fluchtartig den Rückzug an – Danke.
Wir waren neugierig, ob wir Robben zu sehen bekommen würden und wir hatten Glück, die Biester hatten heute bei dem Wetter keine Lust zum Baden. Und so konnten wir trotz Regenwetter ein paar Fotos schießen. Einige von ihnen posierten sogar ein wenig, während die anderen teilnahmslos auf den Felsen herumlungerten.
Dann weiter entlang der Westküste nach Süden, den Regen weiter an unserer Seite. Irgendwie war Ferguson über uns verärgert. Wir hatten den Regengott Ferguson getauft (nach einer Al Bundy Folge), weil die Regenschauer so etwas von einer Klospülung hatten.
Auf halber Strecke zwischen Westport und Greymouth machten wir Station bei den Pancake Rocks, einer Felsformation an der Küste, an denen sich die Wellen bei entsprechender Wetterlage besonders schön brachen. Dazu hatten wir mit dem windigen Regenwetter bester Voraussetzungen.  Die Wellen zerbarsten an den Klippen und an den Blowholes schossen die Wasserfontänen nur so heraus – tja, hat so das Wetter halt auch seine besseren Seiten. Nachdem wir uns für heute mit dem Wetter abgefunden hatten, änderte dieses kurz vor Greymouth schlagartig – der Regen hörte auf, die Wolken verschwanden und die Sonne kam zum Vorschein.
In Greymouth, der wohl größten Stadt an der Westküste der Südinsel sollte unsere nächste Pause sein. Mittagsnack bei suwbay und ein kurzer Rundgang durch den Stadtkern mit seinen historischen Gebäuden, wie dem Clock Tower, waren Stationsinhalte.
 Also weiter auf dem SH6 nach Hokitika, einer alten Goldgräberstadt, die sich heute der Verarbeitung von greenstones (Jadesteinen) verschrieben hat, auch hier war ein kurzer Stadt-Strand-Rundgang Pflicht. Doch wir mussten weiter, es war noch ein gutes Stück zu fahren.
Unterwegs stöberte ich noch ein wenig im Reiseführer und las etwas von einem Rasthaus der etwas anderen Art, welches direkt auf dem Weg lang. Da mussten wir einfach anhalten, denn hier wurde Possum serviert (Gruß an Heidi). Natürlich probierten wir – einen PossumPie (geschmacklich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig)
Achja, Protestschreiben sind völlig zwecklos, die Tierchen sind hier eine Plage.
So langsam kamen wir den Southern Alps näher, war das Land ab Greymouth bestenfalls hügelig, so erhoben sich die Alpen wie eine Wand aus der Ebene. Die Strecke führte entlang der Berge, ohne dass man wirklich ins Gebirge hineinfuhr. Unterwegs kreuzten eine Vielzahl von kleineren bis zu riesigen Flüssen unseren Weg. Das milchig trübe Wasser verriet, dass diese von den Gletschern kamen. Das Bild war schon ein wenig merkwürdig - unten tropischer Regenwald und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Südalpen. Auch die Seen entlang der Strecke, wie der Lake Mapourika, an dem wir kurz halt machten, untermalten die Einzigartigkeit diese Landschaft.
Unser Ziel sollte Franz Josef Village sein, aber unsere Befürchtung war, dass die Unterkünfte entweder mit zahlreichen Touris belegt oder nicht mehr bezahlbar sein würden. So versuchten wir bereits in den zuvor liegenden Orten eine Bleibe zu finden, und wir wurden fündig -  ein Motel ca. 1km außerhalb vor Franz Josef gelegen mit angeschlossenem Pub und direktem Blick auf die Alpen. Wir hatten an diesem Abend noch etwas Zeit und so fuhren wir noch nach Franz Josef Village rein, um die touristische Angebotslage zu erkunden. Touren gab es in Hülle und Fülle – Ganz- und Halbtagestouren, Rundflüge etc. Die Offerten waren alle schnell abgegrast und der Weg zum Parklpatz, wo die Touren starteten, nicht weit entfernt. So düsten wir dann da mal fix hin um die örtlichen Gegebenheiten zu begutachten, denn es war immer noch die Frage offen, ob wir eine geführte Tour buchen oder es wieder auf eigene Faust probieren sollten. Aber das entscheiden wir morgen, in Abhängigkeit vom Lustfaktor und natürlich vom Wetter. 

Das Abendprogramm wie gehabt: Essen im Motelpub, TV, Tagebuch


Robben vor Westport

Punakaiki Pancake Rocks





















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